Das Physiotherm Prinzip

Die Niedertemperatur-Infrarotkabinen von Physiotherm arbeiten innerhalb der Thermoneutralzone (Lufttemperatur zwischen 27 und 37°C). Bei ca. 30°C Lufttemperatur wird der Rücken durch einen speziell entwickelten Strahler (mit Lavasand gefüllter Keramikstrahler) gleichmäßig und berührungslos mit Infrarotstrahlung erwärmt. Die Wärmezufuhr erfolgt also ausschließlich lokal begrenzt, über 10 bis 12 % der Hautoberfläche (idealerweise Rücken), durch eine ununterbrochene Infrarotbestrahlung. Die Wärmeintensität kann an das individuelle Wohlbefinden bzw. die individuelle Wärmeaufnahmefähigkeit angepasst werden.

Über das Blut wird die Wärme vom Wirbelsäulenbereich aus verteilt. Der Zustrom leicht erwärmten Blutes zum Körperinneren (Mischung 90 zu 10) wird zugelassen, die Körpertemperatur steigt von Beginn an leicht und kontinuierlich an (0,2 bis 0,3°C). Von dort findet dann schrittweise die Umverteilung über das Blut von innen nach außen statt – und es kommt zu einer Durchwärmung des Körpers. Überschüssige Wärme kann der Körper durch die Erweiterung der Blutgefäße in der Haut und durch Schweißbildung leichter wieder abgeben, als bei Umgebungstemperaturen von über 37 Grad.

Das Physiotherm-Prinzip belastet daher auch bei Anwendungen über 30 Minuten das Herzkreislaufsystems nur wenig. Es ermöglicht dennoch eine intensive „Durchwärmung“ mit intensivem Schwitzen und sorgt für eine verbesserte Durchblutung des gesamten Organismus.

Die Anwendung von Physiotherm Infrarotkabinen kann die Durchblutung und Versorgung von Organen, Muskulatur, Bindegewebe und Haut verbessern. Den Stoffwechsel anregen, schmerzlindernde Botenstoffe bereitstellen und das Immunsystem modulieren. Zusätzlich kann die starke Schweißbildung die Entgiftung und Entschlackung unterstützen. Dies sind nur einige Wirkungen der schonenden Tiefenwärme, die bei zahlreichen Beschwerden hilfreich sein können.

Damit Wärme in die Haut optimal eindringen kann, müssen folgende Faktoren erfüllt werden:

  • Thermoneutralzone (Lufttemperatur zwischen 27 und 37°C)

  • Bestrahlung von 10 - 12% der Hautoberfläche (idealerweise Rücken)

  • Ununterbrochene Infrarotbestrahlung

  • Belastungsfreie Wärmezufuhr

  • Berührungslose Wärmezufuhr, ohne direkten Druckkontakt

  • Niedertemperaturprinzip (geringe Belastung des Herzkreislaufsystems)

Wirkung von Physiotherm Niedertemperatur-Infrarotkabinen

Will man eine gut verträgliche Durchwärmung des Körpers erreichen, ist ein thermoneutrales Umfeld (Lufttemperatur zwischen 27 und 37°C) notwendig. Also eine Ausgangssituation, in der dem Körper zunächst keine Wärme zugeführt wird; der Körper befindet sich im Wärmegleichgewicht mit seiner Umgebung und das Blut kann ungehindert ins Körperinnere strömen. Wenn man nun einen lokal begrenzten Bereich der Haut (idealerweise Rücken) von nicht mehr als ca. 10 bis 12 % der Hautoberfläche erwärmt, so vermischt sich thermoneutrales Blut (aus ca. 90 % der Hautoberfläche) mit erwärmtem Blut (aus 10 bis 12 % der Hautoberfläche). Das Hitze-Alarmsystem im Körperinneren springt nicht an, der Zustrom dieser Wärmemenge über das Blut zum Körperinnern wird noch zugelassen. Die Körperkerntemperatur steigt dann von Beginn kontinuierlich und langsam an. Über eine Veränderung der Durchblutung und Blutverteilung wird dann schrittweise die zugeführte Wärme von innen nach außen verteilt. Es kommt zu einer Durchwärmung des gesamten Körpers (Körperkern und Körperschale).